Indien - Informationen



Einreise

Sie benötigen einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate nach Reiseende gültig sein muss. Bundesbürger brauchen für Indien ein Visum, das Sie in Deutschland beantragen müssen. Die Ausstellung kostet zur Zeit ca. 65.- Euro.

 nach oben

Elektrizität

Die Stromspannung liegt zwischen 220 und 240 Volt/ 50 Hertz. Adapter sind teilweise erforderlich. Energieknappheit, klimatische Einflüsse oder behördliche Anordnungen können dazu führen, dass die Stromversorgung teilweise oder ganz ausfällt. Da in diesen Fällen durch die besseren Hotels Generatoren zur Grundversorgung eingesetzt werden, kann es je nach Zimmerlage zu Lärmbelästigungen kommen.

 nach oben

Feiertage

Es gibt nur wenige festgesetzte Feiertage wie der Tag der Republik (26. Januar), die in ganz Indien begangen werden. Viele Feste und Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und variieren daher jedes Jahr im Vergleich zum Gregorianischen Kalender.

 nach oben

Fotografieren

Fotografieren von Flughäfen, aus Flugzeugen, von militärischen Anlagen und Verkehrsknotenpunkten ist verboten. Bei einigen religiösen Zeremonien, in einigen Tempeln und archäologischen Stätten ist das Fotografieren ganz oder mit Stativ bzw. Blitzgerät ebenfalls verboten. Für einige Tempel und archäologische Stätten sowie in den Nationalparks muss eine Fotoerlaubnis gekauft werden. Filme sind in Indien teuer und die Qualität leidet oft unter unsachgemäßer Lagerung. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Verfallsdatum nicht abgelaufen ist und die Filme nicht in der direkten Sonne gelagert worden sind. Am besten, Sie decken sich zu Hause mit einem größeren Vorrat ein. Bewahren Sie Taktgefühl beim Fotografieren von Indern und fragen Sie ggf. vorher um Erlaubnis. Fotografieren Sie bitte niemals Gläubige Hindus im und vom Allerheiligsten des Tempels aus. Geben Sie nur jemanden ein Versprechen, ihm ein Foto zu schicken, wenn Sie gewillt sind, dies auch wirklich zu tun.

 nach oben

Geld & Kreditkarten

Die indische Rupie (RS oder RPS) ist unterteilt in 100 Paise (p). Im Umlauf sind 5, 10, 20, 25, 50 Paise und 1 Rupie sowie Geldscheine von 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Rupien. Für 1 Euro bekommt Sie zur Zeit ca. 40 Rupien. Bei Reiseschecks bekommen Sie in der Regel einen höheren Wechselkurs ausgezahlt. Die Ein- und Ausfuhr von Rupien ist verboten, Devisen (Euro, Dollar etc.) dürfen unbegrenzt ein- und ausgeführt werden. Beträge über 1000 US-Dollar müssen bei der Einreise deklariert werden. Heben Sie alle Umtauschbeläge auf. Sie benötigen Sie zum Zurücktauschen, einem umständlichen Vorgang, den Sie vermeiden sollten. Kreditkarten sind in Indien sehr weit verbreitet. In den größeren Geschäften, in vielen 3* und in allen 4* und 5* können Sie mit der Kreditkarte bezahlen. Am verbreitetsten ist die Visacard. Aber auch mit der Eurocard/Mastercard (in Indien nur unter Mastercard bekannt) können Sie an sehr vielen Stellen bezahlen. Die Akzeptanz der Kreditkarte von American Express ist nicht so groß und deren Reiseschecks werden in vielen kleineren Orten nicht akzeptiert.

 nach oben

Gesundheit

Impfungen sind bei einer Direktanreise aus Deutschland nicht vorgeschrieben. Empfehlenswert ist eine Cholera-Schutzimpfung, ggf. auch Typhus-Schutzimpfung und Hepatitis-Vorbeugung (z.B.Gammoglobin - keine direkte Schutzimpfung - Stärkung der Abwehrkräfte). Überprüfen Sie bitte, ob Ihre Polio- und Tetanus-Schutzimpfung noch nicht abgelaufen ist. Notwendig ist eine Malariapropylaxe. Ein Chloroquin-Präparat (z.B. Resorchin) reicht nicht aus, da hiergegen schon einige Malariastämme resistent sind. Ergänzend sollten Proguanile-Hydrochloride (z.B. Paludrine) genommen werden. Kontaktieren Sie bitte in jeden Fall ihren Hausarzt. Eine Auslandskrankenversicherung sollten Sie nicht vergessen.

 nach oben

Die medizinische Versorgung

ist durch Kliniken und durch niedergelassene Ärzte in Goa, für den Bereich der Grundversorgung, ausreichend geregelt. Je nach Anforderung ist die Erreichbarkeit unterschiedlich.
Indien ist nicht im Europäischen Versicherungsabkommen.
Eine extra Reiseversicherung und "Vorkasse" vor Ort ist der einzige Weg, der für den Notfall bleibt.
Die medizinische Grundversorgung in den Kliniken ist meistens kostenlos.

 nach oben

Goa

Mit seinen 3.700 Quadratkilometern ist der 25. Bundesstaat Goa der kleinste in der Indischen Union. Von den ca. 1 Millionen Einwohnern sind etwa ein Drittel eingewandert. Goa wurde 1510 portugiesische Kolonie und gehörte bis 1961 zu Portugal. Besonders im Landesinneren sind noch zahlreiche der prachtvollen portugiesischen Villen und der typischen weißen Kirchen erhalten. Der Anteil der christlichen Bevölkerung ist in Goa mit 35 Prozent der höchste in Indien.

Mit seiner Mischung aus indischem und portugiesischem Kulturgut ist Goa einzigartig; seine Einwohner bezeichnen sich, nach ihrer Nationalität befragt, häufig nicht als Inder, sondern stolz als Goaner.

Besonders die Südinder sagen ihnen nach, trinkfreudig und faul zu sein. Tatsächlich wird in Goa Alkohol überall und billig angeboten, im Gegensatz zu den restriktiven Nachbarstaaten. Schon bei der Fahrt vom Dabolim Airport zum Strand begrüßen einen auf riesigen Werbeplakaten schneidige "officers" und andere Uniformierte, die mit verspiegelter Brille oder coolem Blick für den ultimativen Whisky werben. Unter anderem deshalb ist Goa auch ein beliebtes Reiseziel für indische Touristen aus den angrenzenden Staaten.
Schon seit den 60er Jahren locken fast 100 Kilometer feiner Sandstrand Hippies und Rucksack-Touristen aus aller Welt hierher. Zwar ist das Leben in Goa - für indische Verhältnisse - relativ frei von Zwängen, doch Frisbee spielende Tanga-Träger und mit nichts als einem Henna-Painting bekleidete Frauen aus der westlichen Welt lassen männliche indische Wochenendtouristen doch gern etwas genauer hinschauen. Währenddessen machen sich ihre Ehefrauen, in Saris gehüllt, im Meer lediglich die Füße naß... Einerseits sind die Inder vielleicht ein bißchen verklemmt, andererseits sollten sensible Indien-Reisende vor dem Ablegen der Badesachen daran denken, daß auch Devisenbringer nur Gast in einer fremden Kultur sind.

Typisch für Goa sind heute nicht mehr die Hippies, sondern die Rucksacktouristen, die jährlich zu Tausenden zu Techno-Parties strömen, die an den Stränden - vor allem am und um Anjuna Beach - stattfinden. Der Müll, den sie hinterlassen, und häufig auch der Drogenkonsum, ist vielen Goanern seit langem ein Dorn im Auge: Mit Spielcasinos und Luxushotels will man in Zukunft ein wohlsituiertes und finanzkräftigeres Publikum anlocken.

 nach oben

Karnataka

Der im Landesinneren gelegene Staat Karnataka ist 192.000 Quadratkilometer groß und wird von rund 40 Millionen Menschen bewohnt. Im Westen dehnt sich die lange Küstenlinie mit Kokospalmen und Cashewnussbäumen von der Grenze Keralas am Arabischen Meer bis nach Goa hin aus. In den Bergen im Norden entspringt der Krishna, einer der Hauptflüsse Südindiens.

Drei Viertel der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft (Baumwolle, Zuckerrohr, Getreide, Kaffee, Tabak). Außerdem werden mehr als drei Viertel der indischen Seidenprodukte hier produziert. Die größten Industrieansiedlungen gibt es in und um Bangalore, der modern-dynamischen Hauptstadt. Übrigens gibt es hier auch ansatzweise ein Nachtleben, was ansonsten in Indien eher selten zu finden ist. Die Eintrittspreise erreichen oft europäisches Niveau.

Städtemäßig ist die Maharaja-Stadt Mysore (ehemalige Hauptstadt) eine weitere Sehenswürdigkeit und ein geeigneter Ausgangspunkt zu Tempelbesichtigungstouren in die Umgebung. Im Landesinneren zeugen zahlreiche Ruinen, vor allem in und um Hampi, vom letzten großen Hindu-Reich der Vijayanagar-Herrscher. Viele Goa-Reisende trifft man in Hampi wieder.

Reisen in Karnataka sind durch die große Hitze, die Moskitos und den allgegenwärtigen Staub ein bisschen anstrengend. Dazu kommt, dass die Straßen hier - anders als z.B. in Goa und Kerala - meist in einem schlechten Zustand sind. Aber den Sitzplatz über der Hinterachse des Busses sollte man seinem Steißbein zuliebe ja sowieso meiden... Trotzdem ist Karnataka mit seinen unterschiedlichen Kulturen, der vielfältigen Architektur und der abwechslungsreichen Landschaft ein interessantes Reiseziel.

Karnatakas Strände sind bislang nicht auf Touristen ausgerichtet. Wem die frische Meeresbrise doch fehlt, der kann von Bangalore und Mysore aus per Bus oder Bahn nach Trivandrum (Kerala) oder Goa fahren. Am besten erkundigt man sich bei den privaten "Travel Agencies", gleich in der Nähe der Busbahnhöfe.

 nach oben

Kerala

Mit seinen 38.500 Quadratkilometern ist Kerala der kleinste Staat Südindiens. In diesem üppig-grünen, fruchtbaren Land leben etwa 30 Millionen Menschen. 60 Prozent davon sind Hindus; die restlichen 40 Prozent setzen sich zu etwa gleichen Teilen aus Christen und Moslems zusammen.

Keralas Geburtenrate und Kindersterblichkeit zählen zu den niedrigsten in ganz Indien. 80 Prozent der Bevölkerung sind alphabetisiert. Dies ist nicht zuletzt auf das umfangreiche Bildungsprogramm zurückzuführen, das die 1957 (frei) gewählte kommunistische Regierung - die einzige in einem indischen Bundesstaat - gestartet hat. Die meisten der Bewohner Keralas leben von der Landwirtschaft (Kokosnüsse, Gewürze, Reis). Das kleine Land liefert immerhin 70 Prozent der indischen Gewürzproduktion, dank der südindischen Sonne in Top-Qualität!

90 Prozent der indischen Gummi-Produktion stammen aus Kerala. Weitere wichtige Industriezweige sind die Holzverarbeitung, die Keramikherstellung und die Produktion von Baumaterial, vor allem Granit, den häufig zierliche Inderinnen und Kinder für einen Hungerlohn am Straßenrand sitzend zu Schotter zerkleinern (z.B. für den Straßenbau).

Ein kleinerer, wenn auch illegaler Wirtschaftszweig ist der Anbau des weltweit geschätzten "Kerala-Grases". Die Regierung versucht seit Jahren, den Anbau (etwas halbherzig) zu unterbinden, was somit natürlich schlecht gelingt. Mit seiner Hauptstadt Trivandrum und seiner größten Stadt, der Hafenstadt Cochin (seit 1.000 Jahren Handelszentrum) sowie den Bootsfahrten auf dem ausgedehnten Kanalsystem der Backwaters bildet Kerala sicherlich einen Höhepunkt der Südindien-Tour.

In den letzten Jahren lockt die knapp 600 Kilometer lange, palmengesäumte Malabar-Küste immer mehr Besucher an, vor allem auch für Ayurveda-Kuren (in speziellen Hotels unter fachkundiger Anleitung). Kommt man nach einer anstrengenden Nachtfahrt im Überland-Bus aus dem staubigen Karnataka, so traut man seinen Augen kaum, wenn man bei Sonnenaufgang auf üppiges Grün und Frauen in besonders bunten Saris in besonders fröhlichen Farbzusammenstellungen blickt. Hinfahren und selber freuen!

 nach oben

Klima

Die Regenzeit (Monsun) ist in den von uns bereisten Regionen (Nordindien) von Juli bis August. Temperatur und Klima zur Festivalzeit in Pushkar Okt/Nov: Delhi 9-18, Khajuraho 13-29, Agra 12-29, Jaipur + Puskhar 18-33 Grad Celsius (min - max Durchschnittswerte).

 nach oben

Kleidung & Ausrüstung

Variiert stark nach Jahreszeit und Reiseziel. Shorts und ärmellose T-Shirts werden von den Indern als unziemlich empfunden. Für eine Rundreise sollten Sie leichte bequeme Kleidung aus Naturfasern auswählen, die sowohl atmungsaktiv ist, als auch strapaziert werden kann (Besuche in Regenwald und Wüstengebieten ). Tragen Sie gutes, festes Schuhwerk, einige Wanderungen in den Nationalparks gehen über mehrere Stunden. Denken Sie an Sonnenbrille und Sonnenhut, Sonnenschutzmittel und Insektenspray. Nehmen Sie einen leichten Regenschutz mit. Vorsicht bei Wäsche in Hotels: Kleidungsstücke werden in Indien durch Waschmethode und -mittel stark strapaziert. Topless und Freikörperkultur verstößt gegen die Moralvorstellungen der Inder und wird nicht toleriert. Akzeptieren Sie dies als Reisegast bitte.

 nach oben

Öffnungszeiten Banken

Banken Mo - Do 9.30-16 Uhr, Fr bis 17 Uhr; Post Mo - Fr 9-17 Uhr

 nach oben

Post

Postkarten und Briefe benötigen nach Deutschland 2 - 3 Wochen.

 nach oben

Souvenirs

Handeln, handeln und wieder handeln, heißt die Devise bei allen Einkäufen, egal ob im Basar oder in den Shopping-Arkaden der 5* Sterne Hotels. Leider gibt es keine allgemein gültigen Grundsätze, um wieviel Prozent der angemessene Preis unter dem geforderten liegt.

 nach oben

Sprache

In Indien gibt es über 100 verschiedene Sprachen und Dialekte, von denen 14 amtliche Sprachen darstellen. Geschäftssprache ist Englisch.

 nach oben

Telefon

Telefonieren ist möglich, aber teuer. Drei Minuten (oft Mindestsprechzeit) kosten ca. 300 RS. Verbindungen von größeren Hotels sind teurer, kommen aber meistens schneller als bei der Post zustande. Empfehlenswert und meistens preisgünstiger sind die verschiedenen privaten Anbieter (aber vorher nach Tarif erkundigen.) Telefonvorwahlen ..... Von Indien nach Deutschland: 00 49 Von Deutschland nach Indien: 00 91; Vorwahl: Delhi - 11; Bombay - 22

 nach oben

Trinkgelder

Zu allen Rechnungen in Hotels und Restaurants müssen Sie 12% Service (sowie einige je nach Staat unterschiedliche Steuern sowie in 5* Sterne Hotels bis zu 20% Luxussteuer) addieren. Dienstleistungsträger wie Fremdenführer, Busfahrer, Kellner, Rikschafahrer und Kofferträger u.a. erwarten ebenfalls ein Trinkgeld. Nähere Hinweise erhalten Sie von ihren Reiseleitern. Bei Zustimmung aller Teilnehmern richten wir eine Gruppentrinkgeldkasse ein, die von einem Teilnehmer oder dem Reiseleiter verwaltet wird. Rechnen Sie mit ca. 15 - 20 Euro an Trinkgeldern pro Woche.

 nach oben

Zeitzonen

Ganz Indien hat nur eine besondere Zeitzone: MEZ + 4,5 Stunden. Wenn es in Deutschland 19.00 Uhr ist, ist es in Indien 23.30 Uhr. Während der europäischen Sommerzeit MEZ + 3,5 h, Münster 19.00 entspricht jetzt Delhi 22.30 Uhr. Denken Sie hieran insbesondere, wenn Sie Telefongespräche nach Hause führen.

 nach oben

Zoll

Gegenstände des persönlichen Bedarfs inkl. Fotoapparat, Radios etc. dürfen zollfrei eingeführt werden, müssen aber wieder ausgeführt werden. Videokameras müssen in den Reisepass eingetragen werden. Eingeführt werden dürfen 300 Zigaretten und 0,95 l Alkohol (nicht auf die Lakkadiven und Andammanen)

 nach oben



Impressum   Datenschutz   AGBs